GESCHICHTE

SCHLOSS HAGGENBERG

 

©Horst Wächter

Der späte Triumph des Urwissens der Renaissance

Das Wasserschloss Haggenberg im Weinviertel, auch bekannt als Schloss Hagenberg, als Liebesschloss, als Traumschloss, als Templerburg und als Wächter­schloss.

 

Erbaut von Heinrich von Hackenberg nach dem Kreuzzug des Jahres 1217, von Reichsgraf Theodor von Sinzendorf ab 1678 als Mittelpunkt eines barocken Gesamtkunst­werkes eingerichtet. 

Im Festsaal entstand der Tempel des Hermes Trismegistos, eine Verschmel­zung des griechischen Gottes HERMES mit dem ägyptischen Gott THOT. Mit der Aufklärung als Herrschaftssitz aufgegeben, nach dem Verkauf der gesamten Gründe im Jahre 1959 stand es leer. Künstler zogen ein. 

Schloss Haggenberg an der Nordostgrenze Österreichs 
einer der genialsten Orte die Ihnen begegnen können. 
In der Neuzeit verwüstet und vergessen,
heute im Begriff, die Botschaft des Hermes Trismegistos, 
des dreimal größten Weisen und seinen Tempel offen zu legen –
für jene, welche ererbte Überzeugungen aufgeben können 
und die Harmonie des Ursprungs zu schätzen – ja zu lieben wissen. 

Ein abgelegenes Schloss und eine abgelegene Botschaft, anscheinend fehl am Platz und fehl in der Zeit. Es hätte längst zerstört oder, um nicht anzu­ecken, überhaupt nicht gebaut werden dürfen. Aber hier steht es trotz allem – ein Schloss, erbaut aus einem Traum heraus. Und wir – wir sitzen in seinen Mauern – als Zwerge auf den Schultern der Riesen der Antike.

Das Schloss Haggenberg liegt  in dem 200 Einwohner zählenden  Dorf Hagenberg. Dieser, zur Großge­meinde Fallbach im Bezirk Mistelbach gehörende Ort liegt etwa 60 km nördlich von Wien. Es liegt im Quellgebiet des Brandbaches, eines Zubringers der Zaya, die über die March in die Donau ent­wässert wird. Etwa 12 km nördlich des Dorfes bildet die Thaya die Grenze zwischen Österreich und Mähren. Sie durchschnei­det ein und dieselbe Landschaft mit einer aufeinander abgestimmten Geschichte.

Zur Schreibweise des Namens 
Der Name Haggenberg, der sich von einer arabischen Streitaxt herleitet, wurde bis in die Neuzeit grundsätzlich mit K ausgesprochen und auch so geschrieben, also „Hakenberg“, „Hakkenberg“, Hackenberg“, „Hachenberg“. Im Hochbarock setzt sich die Schreibweise mit GG, also „Haggenberg“ durch, die nach 1800 zu einem einfachem G, also zu „Hagenberg“ verkürzt wurde, was seither der offizielle Name der Ortschaft ist. Wir bevorzugen für die historischen und kulturellen Belange des Schlosses im Einklang mit der barocken Schreibweise den Namen HAGGENBERG.  


Das Schloss trägt allenthalben Zeichen natürlichen Verfalls, aber auch Spuren mutwilliger Zerstörung zur Schau. Jedoch ist trotz des Unverstandes der vergangenen 250 Jahre das Entscheidende, nämlich die Struktur des Raumes, erhalten geblieben: Für jene, die nicht nur verwahrloste Ober­flächen, sondern auch Zusammen­hänge erkennen können, entpuppt sich der Bau als offen gebliebenes Fenster in eine große Vergangenheit.

Hagenberg 1
2133 
Fallbach

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